Das Blog über Ernährung und Kommunikation

Tee kreativ: Origami-Beutel und Tea-shirts

Was man aus Tee alles machen kann: Zwei originelle Varianten des ordinären Teebeutels.
teashirts1-550x426Gefunden habe ich die Tea-shirts und Origami-Teebeutel bei Frubiz – daily dose of inspiration. origami-tee550x573Vielen Dank an Fiona Amann, die mich bei Twitter auf diese bezaubernden Ideen aufmerksam gemacht hat.

EatSmarter: Gesundes Essen schmackhaft machen

eatsmarter_logo_267x52Kochen ist en vogue (zumindest theoretisch) und Gesundheit auch. Jetzt finden diese beiden Trends in einem neuen Portal zusammen bei EatSmarter. Das Portal will jedoch nicht nur eine Kombination von Rezepten und Ernährungsinfos sein, sondern gar ein Ernährungskonzept. Der hehre Anspruch erzeugte zunächst skeptisches Stirnrunzeln bei der Ernährungswissenschaftlerin.

Am Wochenende habe ich mich mal auf der Seite umgesehen und muss zugeben: Sehr ansprechend und professionell gemacht. Auch die Fachinformationen zeugen von Kompetenz. Kein Wunder – haben hier doch endlich mal Ernährungswissenschaftlerinnen mitgewirkt. Die Experten sind zwar – bis auf eine – keine Ernährungswissenschaftler, aber hochkarätige Spezialisten.

Die über 1.000 Rezepte machen Appetit und können idiotensicher mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen nachgekocht werden. Zugleich sollen die Gerichte den Regeln gesunder Ernährung entsprechen. Laut den beigefügten ausführlichen Nährwertinformationen wird dies im Großen und Ganzen erreicht.

Abzüge in der B-Note gibt es für die Frankfurter Grüne Soße, die eher einem Kräuter-Quark gleicht als der klassischen Frankfurter Spezialität. Zudem werden Appetitzügler und Abnehmpräparate teilweise recht freizügig genannt. Das passt für mich nicht ins Konzept. Sollen da schon die Werbekunden gelockt werden?

Fazit: Der ehemalige Milchstraßen-Verleger Dirk Manthey hat mit zwei Jahren Vorbereitung und 3 – 4 Millionen Euro ein fundiertes und gut durchdachtes Portal auf die Beine gestellt. Für Verbraucher ist alles kostenlos. Zahlen sollen die Werbekunden. Der Verkauf des Konzeptes ins Ausland soll weiteres Geld in Mantheys Kasse spülen. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen.

Als Ernährungswissenschaftlerin sehe ich in eatsmarter eine willkomene Unterstützung. Einen alltagspraktischen Beitrag, um Menschen zu gesünderem Essen zu bewegen und zu zeigen, dass dies durchaus lecker sein kann.

Das könnte dir so schmecken! Mehr Würze in Marketing und PR

Würze_ins-Marketing“Mehr Würze ins Marketing” fordert die Blogparade von Heide Liebmann. Mein Beitrag zum vielgängigen Menüs aus raffiniert gewählten Themen ist quasi das Dessert zum Heiligabend. Thema: “Das könnte dir so schmecken!”

Kundennutzen servieren

Aufgabe von Marketing und PR ist es, den Kunden Produkte und Dienstleistungen schmackhaft zu machen. Doch was schmeckt unseren Kunden? Dazu müssen wir uns in sie hinein versetzen, mit ihren Augen sehen, mit ihren Ohren hören und mit ihnen fühlen. So erfahren wir, welchen Nutzen sie vom Produkt erwarten: zum Beispiel die Lösung eines Problems, (Wissens-)Vorsprung, Anerkennung oder Genuss.

Wichtig: Kunden interessiert in erster Linie, ob das Produkt ihren Geschmack trifft, sprich: ihre Erwartungen erfüllt. Erst dann werden die Zutaten interessant, sprich: die Fakten und Hintergrundinformationen. Servieren Sie also erst den Kundennutzen, dann die Infos, z.B. mit welchen Rohstoffen oder Technologien das Produkt hergestellt wurde. “Die Schokolade zergeht zart-schmelzend auf der Zunge. Möglich macht’s die innovative Conchier-Technik.”

Marketing und PR mit allen Sinnen

Nun gilt es, den Kundennutzen appetitlich aufzutischen. Am besten mit einem Feuerwerk für alle Sinne. Denn Fakten und Verstand können die Kaufentscheidung zwar unterfüttern. Doch über die Sinne wecken wir Aufmerksamkeit und Verlangen.  Bilder und Düfte, Form und Farbe, Textur und Töne verleihen dem Produkt erst die einzigartige Würze.

Kann man das auch mit Texten transportieren, mit schnöden 26 Buchstaben? Man kann – und sollte das unbedingt tun. Immer wieder wird gepredigt, bildhaft zu schreiben. Das ist richtig und wichtig, da 80 Prozent der Menschen vor allem visuelle Reize wahrnehmen. Doch wir wollen nicht nur sehen, wir wollen auch hören und fühlen, riechen und schmecken. 20 Prozent der Menschen lassen sich sogar überwiegend durch diese Sinnesreize ansprechen beziehungsweise berühren.

Worte, die schmecken

Wie schreibt man Texte, die alle Sinne ansprechen? Indem man abstrakte Wendungen und Wort-Ungetüme im Zaum hält. Sie verraten sich häufig durch Endungen wie -heit, -keit, -ung – und dadurch, dass kein Mensche sie je gesehen hat. Dann ist der Weg frei für Worte zum Anfassen, für starke und bildhafte Verben. So wird der Text garantiert dufte und reißt die Leser mit  – ein echter Knaller. Das könnte den Kunden wirklich schmecken!

Und weil heute Weihnachten ist, gibt’s noch ein kleines Geschenk zum Download: eine Liste mit knackigen, farbenfrohen und samtweichen Worten – ideal, um Gaumenfreuden sinnlich zu beschreiben. Die Sammlung darf jederzeit ergänzt werden. Ich nehme alle leckeren Worte gerne auf und veröffentliche von Zeit zu Zeit die aktualisierte Liste.

Bildquelle: BirgitH/pixelio.de

Zum Schenken, Kochen und Schmökern: Culinaria China

Culinaria ChinaFür alle, die noch ein Geschenk suchen (oder sich selbst beschenken möchten), habe ich einen heißen Tipp: Culinaria China ist eine wahre Fundgrube für China-Fans und Liebhaber der asiatischen Küche. In diesem großartigen Buch wird keine verklärte China-Romantik aufgetischt, sondern kenntnisreich und unterhaltsam über das heutige Leben im “Reich der Mitte” geschrieben.

Die Sinologinnen Katrin Schlotter und Elke Spielmanns-Rome verraten Geheimnisse und Tricks der chinesischen Kochkunst, von verschiedenen Garmethoden über Schneidetechniken und bis zu den verwendeten Küchenutensilien. Dazu gibt es echt chinesische Rezepte statt der üblichen europäisierten China-Restaurant-Küche.

Rezepte wie “Fliegender Drache”, “Ameisen am Baum” oder “Buddha springt über die Mauer” sind allerdings nichts für sklavische Nachkocher. Sie dienen eher als Vorlagen, die mit Fingerspitzengefühl an den eigenen Geschmack angepasst werden. Wir haben es probiert: Sehr lecker!

Von der traditionellen Küche bis zu stylischen Restaurants und modernen Spitzenköchen (Ja, auch die gibt’s!) ist der Bogen gespannt. Eingeteilt ist das Buch in 17 kulinarisch sehr unterschiedliche Regionen Chinas. Einen faszinierenden Einblick in die Kultur der jeweiligen Region geben die Informationen über Land und Leute. Dazwischen gestreute Artikel beleuchten Wissenswertes zu regionalen Spezialitäten, Tisch- und Trinksitten sowie zu Festen und Bräuchen. Man begleitet Studenten in die Mensa, Arbeiter im Alltag und Familien am Sonntag. Alles wunderbar unverkitscht und teilweise mit Augenzwinkern beschrieben.

Einzige Wermutstropfen: Die Fotos sind von eher mittelmäßiger Qualität, wirken dafür jedoch besonders “echt”. Und ein Korektorat hätte auch nicht geschadet. Doch das tut dem Genuss letztlich keinen Abbruch. Der 3,5 kg schwere Wälzer mit seinen 480 Seiten ist seinen unglaublich niedrigen Preis von 25 € allemal wert. Ein Geschenk, das nach mehr aussieht und kurzweiligen Lesestoff für viele fernweh-geschwängerte Winterabende bietet.

Was die Ernährungswissenschaftlerin im Büro isst

Dieses Blog war knapp einen Monat alt, schon kam das erste Blogstöckchen angeflogen. Meine neugierigen Text-Kolleginnen wollen den Inhalt meiner Handtasche sehen. Wie bitte? “Komm zum Essen” ist doch ein Blog zum Thema Ernährung und Kommunikation. Stöckchenwerferin Elke Hesse von  Wort-gestalten hat mir eine goldene Brücke gebaut: Ich könnte ja auch meine Einkaufstüten öffnen. Elke, du müsstest wissen, dass der Wocheneinkauf einer berufstätigen Mutter kaum ins Auto passt, geschweige denn hier aufs Bild.

Nein, heute verrate ich, was ich in meinem guten alten Samsonite-Rucksack jeden Tag mitschleppe. Und lüfte damit zugleich das Geheimnis, was eine Ernährungswissenschaftlerin im Büro isst. Mein Rucksack mit Inhalt

Zunächst die profanen Dinge: Portemonnaie, Handy, das unentbehrliche Schweizer Messer, Sonnenbrille, zwei Lippenstifte, chinesisches Visitenkarten-Etui, kleine Tube Sonnencreme (für welche Sonne bitte?), Not-Aspirin, Kaugummi, USB-Stick, Stift, PDA, Regenhose und Handschuhe (für die tapfere Radlerin), Mappe mit Arbeitsunterlagen. Wer hier was vermisst: Meinen Schlüssel hatte ich in der Jackentasche.

Nun zum Wichtigsten: Essen. Ja, ich schmiere nicht nur meinem Sohn jeden Tag ein Pausenbrot sondern auch mir. Nett garniert mit Obst und/oder Gemüse. So eine Brotdose mag ja spießig sein, aber ich freue mich immer über meinen kleinen Snack. Dazu gibt es täglich ein Fläschchen Yakult (prompt hatte ich noch keine Erkältung). Und mittags tischt Frosta auf. Dann steht die Bürogemeinschaft Schlange, um diverse Frosta-Beutel nacheinander durch die Mikrowelle zu schleusen. Oder wir schnippeln Salat und kochen Pellkartoffeln. Ach ja, unsere kreativen Menüs aus der Zwei-Quadratmeter-Küche wären auch mal einen Blogbeitrag wert.

Also, wer noch Tipps braucht, wie man mit einfachen Mitteln gesund durch den Tag kommt, bitte melden. Und wer meint, ich hätte bestimmt geschummelt, der darf gerne meine Bürokolleginnen fragen.

Gemüse macht Musik: Vienna Vegetable Orchestra

Gemüse ist der Hit für eine gesunde Ernährung, das wusste ich ja. Aber, dass man mit Karottenflöte, Lauchgeige und Gurkophon auch Musik machen kann … Das Vienna Vegetable Orchestra bringt frisches Grünzeug zum Klingen.

Was für eine geniale Idee!

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Foodpairing: ideale Aroma-Kombinationen

Lachs und Milchschokolade aus Costa Rica, passt das zusammen? Kann man Balsamico-Essig durch Mandeln ersetzen? Laut Foodpairing-Theorie ja.

Foodpairing vertritt die These, dass Lebens- und Genussmittel gut miteinander harmonieren, wenn sie mindestens ein wesentliches Aroma gemeinsam haben.

Ein spannender Ansatz, der auf chemischer Analyse beruht. Ob’s wirklich schmeckt, muss letztlich der Gaumen bzw. die Zunge entscheiden.

Auf www.foodpairing.be kann man herausfinden, welche Lebensmittel (theoretisch) miteinander harmonieren und welche sich gegenseitig ersetzen können.

Seltsam finde ich allerdings, dass bei Schokolade nach der Herkunft (Costa Rica oder Dominikanische Republik) unterschieden wird, während es nur einen Apfel gibt – obwohl Apfelsorten im Geschmack erheblich variieren.

Zur weiteren Info hier ein Interview mit Bernard Lahousse, dem Betreiber der Foodpairing-Website. Und ein interessanter Artikel zum Foodpairing im Blog Multikulinarisch.es, der mich auf das Thema aufmerksam gemacht hat. Danke!

Quellfrisch: PR für Heilwasser

Heilwasser-Flaschen_WebDie prickelnde Neuigkeit frisch von der Quelle: Foodkomm macht jetzt PR für die Deutschen Heilbrunnen im Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. Als Kooperationspartnerin habe ich Anke Gebhardt-Pielen ins Boot geholt, eine Fachfrau für Getränke-PR.

Freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit dem netten Kunden. Vor allem finde ich das Produkt sehr spannend. Heilwasser ist als Arzneimittel zugelassen. Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit sind also einwandfrei nachgewiesen. Angewandte “Health Claims” seit Jahrzehnten. Wo gibt es funktionelle Lebensmittel mit derart überzeugendem Preis-Leistungs- bzw. Preis-Wirkungs-Verhältnis? Zudem ganz natürlich und aus der Region. Und absolut kalorienfrei. In meinen Augen ein sehr interessantes Lebensmittel auch für die Ernährungsberatung. Nur das Image von Heilwasser ist noch etwas angestaubt. Aber das kriegen wir schon …

Die Vorgänger-Agentur Ines Uhlig PR hat hier mit guter Pressearbeit und der gelungenen Website www.heilwasser.com bereits sehr gute Vorarbeit geleistet.

Viraler Werbespot für rotes Fleisch

Zum Kreischen komisch: So lässt sich sogar Werbung für rotes Fleisch viral verbreiten. Sollte man vielleicht mal für gesunde Ernährung im Allgemeinen oder gesunde Lebensmittel im Besonderen versuchen.

Mal ehrlich: Mogelpreise im Lebensmittelhandel

Unter dem Motto “Weniger drin – Preis gleich” prangert die Verbraucherzentrale Hamburg verdeckte Preiserhöhungen bei Lebensmitteln an. Seit Freigabe der Verpackungsgrößen im April verringerten manche Hersteller einfach die Füllmenge, doch der Preis blieb gleich. Ein weiterer “Trick”: Rezepturänderungen. Teure Zutaten wie Fleisch, Fisch oder hochwertige Fette werden reduziert, günstigere dafür aufgestockt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat auf ihrer Website etliche Beispiele aufgelistet. (Leider hat die Liste keine eigenständige URL.)

Zugegeben: Gerade in Deutschland sitzen die Lebensmittel-Hersteller in der Zwickmühle. Viele Rohwaren werden teurer. Doch die Lebensmittelpreise sind noch immer niedriger als in anderen europäischen Ländern. Und die Deutschen geizen gerne, wenn es um den Lebensmittel-Einkauf geht.

Dennoch: Kunden für dumm zu verkaufen, zahlt sich letztlich nicht aus. Dies zeigt das Beispiel “Philadelphia”, dessen Umsatz deutlich sank nach Reduzierung der Füllmenge bei gleichem Preis. Aus meiner Sicht als PR-Frau kann ich von solchen “Tricks” nur abraten. So verspielt man das Vertrauen der Verbraucher und beschädigt das mühsam aufgebaute Image der Marke.

Andererseits: Auch die Kunden sind nicht ganz unschuldig an der Misere. Wer nicht mehr “hinschmeckt” bei dem, was auf den Tisch kommt, sondern nur aufs Geld schaut, der kann kaum vernünftige Qualität erwarten. Es gibt ja zahlreiche Lebensmittel-Hersteller, die hochwertigeProdukte zu angemessenen Preisen liefern. Doch die Zielgruppe, die bereit ist, solche Preise zu zahlen, ist begrenzt. Manche Verbraucher können sich diese Qualität auch kaum leisten.

Mein Fazit: Ehrlichkeit ist gefragt. Hersteller sollten Änderungen klar und offen kommunizieren und im Zweifelsfall begründen. Frosta macht vor, wie so etwas funktionieren kann. Andererseits sollten auch Verbraucher ehrlich mit sich und ihren Motiven sein. Wer vor allem billige Lebensmittel will, kann auch nur eingeschränkte Qualität (oder Menge) erwarten.

 

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