Für alle, die noch ein Geschenk suchen (oder sich selbst beschenken möchten), habe ich einen heißen Tipp: Culinaria China ist eine wahre Fundgrube für China-Fans und Liebhaber der asiatischen Küche. In diesem großartigen Buch wird keine verklärte China-Romantik aufgetischt, sondern kenntnisreich und unterhaltsam über das heutige Leben im “Reich der Mitte” geschrieben.
Die Sinologinnen Katrin Schlotter und Elke Spielmanns-Rome verraten Geheimnisse und Tricks der chinesischen Kochkunst, von verschiedenen Garmethoden über Schneidetechniken und bis zu den verwendeten Küchenutensilien. Dazu gibt es echt chinesische Rezepte statt der üblichen europäisierten China-Restaurant-Küche.
Rezepte wie “Fliegender Drache”, “Ameisen am Baum” oder “Buddha springt über die Mauer” sind allerdings nichts für sklavische Nachkocher. Sie dienen eher als Vorlagen, die mit Fingerspitzengefühl an den eigenen Geschmack angepasst werden. Wir haben es probiert: Sehr lecker!
Von der traditionellen Küche bis zu stylischen Restaurants und modernen Spitzenköchen (Ja, auch die gibt’s!) ist der Bogen gespannt. Eingeteilt ist das Buch in 17 kulinarisch sehr unterschiedliche Regionen Chinas. Einen faszinierenden Einblick in die Kultur der jeweiligen Region geben die Informationen über Land und Leute. Dazwischen gestreute Artikel beleuchten Wissenswertes zu regionalen Spezialitäten, Tisch- und Trinksitten sowie zu Festen und Bräuchen. Man begleitet Studenten in die Mensa, Arbeiter im Alltag und Familien am Sonntag. Alles wunderbar unverkitscht und teilweise mit Augenzwinkern beschrieben.
Einzige Wermutstropfen: Die Fotos sind von eher mittelmäßiger Qualität, wirken dafür jedoch besonders “echt”. Und ein Korektorat hätte auch nicht geschadet. Doch das tut dem Genuss letztlich keinen Abbruch. Der 3,5 kg schwere Wälzer mit seinen 480 Seiten ist seinen unglaublich niedrigen Preis von 25 € allemal wert. Ein Geschenk, das nach mehr aussieht und kurzweiligen Lesestoff für viele fernweh-geschwängerte Winterabende bietet.
Dieses Blog war knapp einen Monat alt, schon kam das erste Blogstöckchen angeflogen. Meine neugierigen Text-Kolleginnen wollen den Inhalt meiner Handtasche sehen. Wie bitte? “Komm zum Essen” ist doch ein Blog zum Thema Ernährung und Kommunikation. Stöckchenwerferin Elke Hesse von Wort-gestalten hat mir eine goldene Brücke gebaut: Ich könnte ja auch meine Einkaufstüten öffnen. Elke, du müsstest wissen, dass der Wocheneinkauf einer berufstätigen Mutter kaum ins Auto passt, geschweige denn hier aufs Bild.
Nein, heute verrate ich, was ich in meinem guten alten Samsonite-Rucksack jeden Tag mitschleppe. Und lüfte damit zugleich das Geheimnis, was eine Ernährungswissenschaftlerin im Büro isst.
Zunächst die profanen Dinge: Portemonnaie, Handy, das unentbehrliche Schweizer Messer, Sonnenbrille, zwei Lippenstifte, chinesisches Visitenkarten-Etui, kleine Tube Sonnencreme (für welche Sonne bitte?), Not-Aspirin, Kaugummi, USB-Stick, Stift, PDA, Regenhose und Handschuhe (für die tapfere Radlerin), Mappe mit Arbeitsunterlagen. Wer hier was vermisst: Meinen Schlüssel hatte ich in der Jackentasche.
Nun zum Wichtigsten: Essen. Ja, ich schmiere nicht nur meinem Sohn jeden Tag ein Pausenbrot sondern auch mir. Nett garniert mit Obst und/oder Gemüse. So eine Brotdose mag ja spießig sein, aber ich freue mich immer über meinen kleinen Snack. Dazu gibt es täglich ein Fläschchen Yakult (prompt hatte ich noch keine Erkältung). Und mittags tischt Frosta auf. Dann steht die Bürogemeinschaft Schlange, um diverse Frosta-Beutel nacheinander durch die Mikrowelle zu schleusen. Oder wir schnippeln Salat und kochen Pellkartoffeln. Ach ja, unsere kreativen Menüs aus der Zwei-Quadratmeter-Küche wären auch mal einen Blogbeitrag wert.
Also, wer noch Tipps braucht, wie man mit einfachen Mitteln gesund durch den Tag kommt, bitte melden. Und wer meint, ich hätte bestimmt geschummelt, der darf gerne meine Bürokolleginnen fragen.
Gemüse ist der Hit für eine gesunde Ernährung, das wusste ich ja. Aber, dass man mit Karottenflöte, Lauchgeige und Gurkophon auch Musik machen kann … Das Vienna Vegetable Orchestra bringt frisches Grünzeug zum Klingen.
Lachs und Milchschokolade aus Costa Rica, passt das zusammen? Kann man Balsamico-Essig durch Mandeln ersetzen? Laut Foodpairing-Theorie ja.
Foodpairing vertritt die These, dass Lebens- und Genussmittel gut miteinander harmonieren, wenn sie mindestens ein wesentliches Aroma gemeinsam haben.
Ein spannender Ansatz, der auf chemischer Analyse beruht. Ob’s wirklich schmeckt, muss letztlich der Gaumen bzw. die Zunge entscheiden.
Auf www.foodpairing.be kann man herausfinden, welche Lebensmittel (theoretisch) miteinander harmonieren und welche sich gegenseitig ersetzen können.
Seltsam finde ich allerdings, dass bei Schokolade nach der Herkunft (Costa Rica oder Dominikanische Republik) unterschieden wird, während es nur einen Apfel gibt – obwohl Apfelsorten im Geschmack erheblich variieren.
Die prickelnde Neuigkeit frisch von der Quelle: Foodkomm macht jetzt PR für die Deutschen Heilbrunnen im Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. Als Kooperationspartnerin habe ich Anke Gebhardt-Pielen ins Boot geholt, eine Fachfrau für Getränke-PR.
Freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit dem netten Kunden. Vor allem finde ich das Produkt sehr spannend. Heilwasser ist als Arzneimittel zugelassen. Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit sind also einwandfrei nachgewiesen. Angewandte “Health Claims” seit Jahrzehnten. Wo gibt es funktionelle Lebensmittel mit derart überzeugendem Preis-Leistungs- bzw. Preis-Wirkungs-Verhältnis? Zudem ganz natürlich und aus der Region. Und absolut kalorienfrei. In meinen Augen ein sehr interessantes Lebensmittel auch für die Ernährungsberatung. Nur das Image von Heilwasser ist noch etwas angestaubt. Aber das kriegen wir schon …
Die Vorgänger-Agentur Ines Uhlig PR hat hier mit guter Pressearbeit und der gelungenen Website www.heilwasser.com bereits sehr gute Vorarbeit geleistet.
Zum Kreischen komisch: So lässt sich sogar Werbung für rotes Fleisch viral verbreiten. Sollte man vielleicht mal für gesunde Ernährung im Allgemeinen oder gesunde Lebensmittel im Besonderen versuchen.
Unter dem Motto “Weniger drin – Preis gleich” prangert die Verbraucherzentrale Hamburg verdeckte Preiserhöhungen bei Lebensmitteln an. Seit Freigabe der Verpackungsgrößen im April verringerten manche Hersteller einfach die Füllmenge, doch der Preis blieb gleich. Ein weiterer “Trick”: Rezepturänderungen. Teure Zutaten wie Fleisch, Fisch oder hochwertige Fette werden reduziert, günstigere dafür aufgestockt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat auf ihrer Website etliche Beispiele aufgelistet. (Leider hat die Liste keine eigenständige URL.)
Zugegeben: Gerade in Deutschland sitzen die Lebensmittel-Hersteller in der Zwickmühle. Viele Rohwaren werden teurer. Doch die Lebensmittelpreise sind noch immer niedriger als in anderen europäischen Ländern. Und die Deutschen geizen gerne, wenn es um den Lebensmittel-Einkauf geht.
Dennoch: Kunden für dumm zu verkaufen, zahlt sich letztlich nicht aus. Dies zeigt das Beispiel “Philadelphia”, dessen Umsatz deutlich sank nach Reduzierung der Füllmenge bei gleichem Preis. Aus meiner Sicht als PR-Frau kann ich von solchen “Tricks” nur abraten. So verspielt man das Vertrauen der Verbraucher und beschädigt das mühsam aufgebaute Image der Marke.
Andererseits: Auch die Kunden sind nicht ganz unschuldig an der Misere. Wer nicht mehr “hinschmeckt” bei dem, was auf den Tisch kommt, sondern nur aufs Geld schaut, der kann kaum vernünftige Qualität erwarten. Es gibt ja zahlreiche Lebensmittel-Hersteller, die hochwertigeProdukte zu angemessenen Preisen liefern. Doch die Zielgruppe, die bereit ist, solche Preise zu zahlen, ist begrenzt. Manche Verbraucher können sich diese Qualität auch kaum leisten.
Mein Fazit: Ehrlichkeit ist gefragt. Hersteller sollten Änderungen klar und offen kommunizieren und im Zweifelsfall begründen. Frosta macht vor, wie so etwas funktionieren kann. Andererseits sollten auch Verbraucher ehrlich mit sich und ihren Motiven sein. Wer vor allem billige Lebensmittel will, kann auch nur eingeschränkte Qualität (oder Menge) erwarten.
Gerade gefunden im Blog Querbeet gelesen: So abschreckend können Nährwertinformationen auf der Schokolade sein.
Drei Stück – fast 200 Kalorien? Mpf. Dann eben nicht… (Danke für diese Stückinformationen: Das ist jetzt für mich abschreckender als es jede Nährwertampel wäre.)
Man beachte auch den Anti-Ampel-Kommentar dazu. Das nur als kleines Streiflicht. Bald mehr zu Ampeln, Tonnen und dogmatischen Einstellungen …
Bah, ist das Wetter im Moment eklig. Mein Lieblingsrezept gegen die trübe Stimmung: leckere Tee-Honig-Kombinationen erfinden.
Auf die Idee hat mich vor zwei Jahren der Auftrag eines Honigherstellers gebracht. Dafür habe ich mit verschiedenen Tee- und Honigsorten herumprobiert – obwohl ich Tee eigentlich nur ungesüßt trinke. Unglaublich, was für faszinierende Geschmacksnoten dabei entstanden. Und vor allem, wie sich ein Tee verändern kann durch wahlweise kräftigen Heidehonig oder zart-aromatischen Orangenblütenhonig. Einige Kombinationen habe ich damals im Artikel “Traumpaar Tee und Honig” beschrieben.
Meine Lieblingskombi zur Zeit: Roibusch-Tee mit Sanddorn-Honig (sehr fruchtig) oder mit Ginseng-Honig (zart-würzig).
Ernährung ist seit vielen Jahren ein Modethema. Wie lange noch? Mir scheint manchmal, es befindet sich bereits auf dem absteigenden Ast.
Wie gut, dass es so schöne Spielzeuge im Netz gibt wie Google Trends. Gibt man dort das Stichwort Ernährung ein, zeigt sich: Seit 2004 haben die Suchanfragen nach “Ernährung” kontinuierlich abgenommen. Die Anzahl der Artikel zum Thema Ernährung ist dagegen gestiegen. Ist der Markt langsam übersättigt?
Nach dem Stichwort gesunde Ernährung wird übrigens am häufigsten im Osten Deutschlands gesucht. Gibt es da noch Nachholbedarf?
Interessant auch: Das Thema Abnehmen boomt weiter. Von Diät wollen allerdings immer weniger Leute etwas hören. Die Suchanfragen dazu gehen zurück, während die Zahl der Artikel steigt. Genuss liegt dagegen weiter im Trend.
Eine nette kleine Zahlenspielerei. Doch kann man daraus auf die tatsächliche Entwicklung schließen? Freue mich auf weitere Einschätzungen.